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Schaalsee

Managementplan für das FFH-Gebiet „Schaalsee, MV“ (DE 2231-306)

Auftraggeber:   Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
                      Wittenburger Chaussee 13, 19246 Zarrentin am Schaalsee

Ansprechpartner:    Frau Gebhard        Tel.: 03 88 51 / 30 222

Leistungszeitraum:    2009-2011

Die Projektbearbeitung erfolgt in einer Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit der Natur und Text in Brandenburg GmbH. Die Projektleitung obliegt der Stadt und Land Planungsgesellschaft mbH.

Kurzcharakteristik:

Das SCI „Schaalsee (MV)“ wurde im Jahr 2004 durch das Land Mecklenburg-Vorpommern gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) vom 21. Mai 1992 (92/43/EWG) an die Europäische Kommission gemeldet. Es erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von 2.206 ha über die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust und gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee (30.900 ha). Die Naturschutzzuständigkeit liegt beim Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee.
Das SCI „Schaalsee (MV)“ ist außerdem in seiner Gesamtheit Bestandteil des SPA „Schaalsee-Landschaft“ (DE 2331-471), wobei das SCI ca. 30% der Fläche des SPA einnimmt. Somit sind im Rahmen der Managementplanung auch die Belange des SPA, insbesondere seiner Zielarten, zu berücksichtigen.   

Die naturräumliche Gliederung Mecklenburg-Vorpommerns ordnet das Gebiet fast ausschließlich der Landschaftszone „Höhenrücken und Mecklenburger Seenplatte“ zu. Das Gebiet innerhalb dieser Landschaftszone wird als Großlandschaft „Westmecklenburgische Seenlandschaft“ bezeichnet und untergliedert sich in die Landschaftseinheiten „Schaalseebecken“ und „Westliches Hügelland mit Stepenitz und Radegast“. Der südliche Teil des SCI ist der Landschaftszone „Südwestliches Vorland der Seenplatte“ mit der Großlandschaft „Südwestliches Altmoränen- und Sandergebiet“ zuzuordnen.

Die Auswahl des Schaalsees als europäisches Schutzgebiet beruht auf der Vielfalt von Strukturen und Lebensräumen auf engstem Raum. Charakteristisch für das Gebiet ist zum einen sein Gewässerreichtum, repräsentiert u.a. durch den nährstoffarmen Schaalsee mit angrenzenden Kalkflachmooren sowie zahlreiche Kleingewässer, andererseits das durch unterschiedliche Nutzungsintensitäten geprägte Umland.
Die verschiedenen Lebensraumtypen des Anhangs I der FFH-Richtlinie bieten zahlreichen Arten des Anhangs II der FFH-RL (u.a. Fischotter, Rotbauchunke, Kamm-Molch, Steinbeißer, Große Moosjungfer oder Bauchige Windelschnecke) Existenzmöglichkeiten. Von den Pflanzenarten des Anhangs II der FFH-RL kommen Sumpf-Glanzkraut und das Sichelmoos Drepanocladus vernicosus vor.

Spezifikationen:

Erfassung und Bewertung der Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-RL:

3140
Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus Armleuchteralgen
3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
6510 Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis und Sanguisorba officinalis)
7140 Übergangs- und Schwingrasenmoore
7210* Kalkreiche Sümpfe mit Cladium mariscus und Arten des Caricion davallianae
7230 Kalkreiche Niedermoore

Kartierung der Arten nach Anhang II der FFH-RL:

Säugetiere Fischotter (Lutra lutra)
Lurche
Rotbauchunke (Bombina bombina); Kamm-Molch (Triturus cristatus)
Fische Steinbeißer (Cobitis taenia); Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)
Libellen Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis)
Weichtiere
Bauchige Windelschnecke (Vertigo moulinsiana)
   
Gefäßpflanzen Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii)
Moose Drepanocladus vernicosus

 

 

 

 

 

 

Habitateinschätzung der Vögel (Arten des Anhang I der VS-RL)

Zusammenfassende Bewertung, Analyse der Defizite, Formulierung der Erhaltungsziele

Maßnahmenplanung incl. Abstimmung in der regionalen Arbeitsgruppe und mit allen betroffenen Nutzern und Eigentümern

Umsetzung aller erfassten Daten in Datenbanken (MVBIO-Datenbank, Artenmonitoring - Datenbank vom LUNG)

Kartografie


Bilder